Brot und Gebäck

Wir beziehen unser Gebäck und Brot von der Dampfbäckerei Öfferl, welche ausschließlich mit Bioprodukten arbeitet und diese in einem der ältesten noch erhaltenen Dampfbacköfen Österreichs bäckt.


Das Brot vom Öfferl!

»Ihr habt ja das Brot vom Öfferl!« Ja, das erleben wir häufig. Nach dem ersten Bissen ins Bio-Handsemmerl, Sauerteigbrot Rainer Roggen oder ins Sauerteigbrot Madame Crousto erkennen Brot-Connaisseurs sofort die Handschrift der Weinviertler Bio-Bäcker. Den Nicht-Kennern schmeckt’s auch und wir werden danach gefragt wo wir denn dieses gute Brot herhaben.


Wer hat das Brot erfunden?

Nein, erfunden haben die Öfferls das Sauerteigbrot nicht, aber wiederbelebt. Ihm eine neue Seele und ganz viel Geschmack gegeben. Auch wenn Backketten damit werben, Brot wie vom Bäcker zu haben. Nein, haben sie nicht! Das Öfferl-Brot besteht ausschließlich aus Weinviertler Bio-Getreide und der Natursauerteig braucht 48 Stunden Teigruhe. Das ist in Zeiten von Hightech und Backtriebmittel äußerst ineffizient. Aber saulecker!


Welches Brot ist gesund?

Das Kuriose am Brot ist ja, dass es einen schlechten Ruf als Dickmacher hat. Trotzdem wurde noch nie so viel Brot gegessen und beinahe jede Hausfrau und jeder Hausmann hat sich schon als Brotbäcker versucht. Brot ist halt auch praktisch. Wo willst den sonst den guten Schinken vom Thum und die spanische Chorizo drauflegen. Wir wollen uns hier gar nicht auf die Diskussion Brot ja oder nein einlassen. Aber wir sind sicher, gutes naturbelassenes Bio-Brot ist auf alle Fälle gesünder!


Woraus besteht Brotteig?

Während ein traditionell hergestellter Teig lediglich Mehl, Wasser, Salz und Backtriebmittel wie Hefe oder Sauerteig enthält, kennt die Nahrungsmittel-Industrie 200 (!) Backzusätze. Das sind zwar keine bedenklichen Stoffe, aber oft werden Weizenbrote mit Malzextrakt oder Zuckercoleur dunkel gefärbt um eine Vollwertigkeit des Brotes vorzugaukeln. Auch Emulgatoren und Molkepulver haben im Brot nichts zu suchen. Viele Brotproduzenten verwenden heutzutage weitere Zutaten und Zusatzstoffe, um die Backeigenschaften zu verbessern und eine größere Produktvielfalt anbieten zu können


Das beste Brot von Wien?

Zu sagen, der Öfferl hätte das beste Brot von Wien wäre vermessen. Zu viele andere gute Bäckereien gibt es in dem Land. Dennoch, Falstaff schreibt in seinem Artikel Best of Brot in Wien: »Georg Öfferl ist ein Bäcker der etwas anderen Art. Der Hauptsitz der Bäckerei seiner Familie befindet sich im kleinen Ort Gaubitsch im Weinviertel, inzwischen besitzen die Öfferls aber auch in Wien Filialen in Bestlagen. Öfferl-Brot ist in Wien zu einem kulinarischen Kultprodukt geworden. Nicht nur wegen der witzigen Namen.«


Der Brot-Check – was sagen die Öfferls dazu?

»Zu Beginn hielten uns die meisten für verrückt. Bio wird sich niemals durchsetzen. Alle Produkte direkt von den Produzenten beziehen? Wie soll das denn funktionieren? Kauft doch einfach die fertig aufgeschlagenen Eier! Eine Backmischung wäre weniger Aufwand, als dieser Natursauerteig. 48 Stunden Teigruhe ist ineffizient! Bäcker, die nicht bei Nacht arbeiten, gibt es nicht! Lasst das doch bitte die Maschinen machen! Verwendet doch einfach Kartoffelpulver und keine richtigen Kartoffeln ...« Aus eigener Erfahrung können wir dazu nur sagen: »Besser machen ist immer besser als besser wissen«.


Brot des Lebens – Geschichten vom Backen

Die Bäckerei in Gaubitsch hat es mehr oder weniger schon immer gegeben. 1968 hat sie dann der Opa übernommen, der den »Hiesigen« wohl eher als »Meister Wenzel« ein Begriff ist. Er führte den Betrieb in guter alter Handwerkstradition. 1998 übernahm Mama Brigitte die Backstube und führte sie, den damaligen Zeiten entsprechend, mit Maschinen und Backmischungen fort. 2014 übernahm schließlich Sohn Georg das Ruder und kehrte zu den alten Werten Natursauerteig und Rohstoffe aus der Region zurück.


Das Korn zum Brot

Wenn im Weinviertel mehr Traktoren als Autos fahren, dann ist’s Erntezeit. Der Öfferls liebster Lieferant, die Familie Harmer, führt bereits in der 4. Generation ihren Demeter Gutshof und setzt dabei auf eine biologisch-dynamische Bewirtschaftung.

Zeit für die Brotzeit

Jetzt wird’s aber Zeit zum Verkosten! Zum Glück kann man auf unserer Genusskarte jedes Brot und auch das gschmackige Handsemmerl nachordern so oft man will. Der Mensch lebt ja schließlich nicht nur von Schinken, Käse und Salami allein. Wir wünschen guten Appetit und freuen uns, wenn euch unser Frühstück in Wien schmeckt.



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